CED zu diagnostizieren ist nicht immer einfach. Oft gleichen die Symptome in der ersten Manifestation denen anderer Erkrankungen.

Im Frühstadium der Krankheit ist die Diagnosestellung für den/die Ärzt*in manchmal schwierig. Betroffene können eine Diagnose unterstützen, indem sie über Ihre Beobachtungen und Beschwerden sprechen und diese genau beschreiben. Empfehlenswert ist in jedem Fall einen erfahrenen Spezialist*innen, d.h. eine*n Gastroenterolog*in aufzusuchen.

Untersuchungen zur Diagnostik

Bildgebende Verfahren:

  • Sonographie (Ultraschalluntersuchung) des Darms
  • Koloskopie (Darmspiegelung), ggf. Gastroskopie (Magenspiegelung)
  • Herkömmliche Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT)

Laboruntersuchungen:

  • CRP (C-reaktives Protein)
  • Blutbild (BB), Eisen, Ferritin
  • Stuhlkultur

Lebensqualität

Neben den Beeinträchtigungen des Körpers ist immer auch die Seele betroffen. Hier können etwa ein Schamgefühl gegenüber Freunden oder dem Partner auftreten. Auch soziale Probleme sehr unterschiedlicher Art sind nicht selten, z.B. die Sorge um die berufliche Zukunft.

Eine Erhöhung der CRP-Konzentration kann Hinweis auf eine entzündliche Erkrankung sein. Zudem können ein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, als Ausdruck der eingeschränkten Darmfunktion, oder eine Anämie (Blutarmut) mit einer Blutuntersuchung aufgedeckt werden.

Symptome

Die ersten Symptome, die auf ein mögliches Vorliegen einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung hindeuten, sind: länger anhaltende Unterbauchschmerzen, Durchfälle und Gewichtsverlust. Zusätzlich können Fieber, eine tastbare Masse im Bauchbereich, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein hinzukommen. Bei Auftreten oben genannter Symptome ist eine Untersuchung durch den Hausarzt (Allgemeinmediziner*in/ Gastroenterolog*in) von größter Bedeutung, da ein frühes Diagnostizieren späteren Komplikationen vorbeugen kann.

Weiters ist es wichtig, andere Ursachen dieser Symptome, wie z.B. Infektionen, Tumore etc. rechtzeitig auszuschließen. Die Krankheit beginnt bei einigen Patienten schleichend, so dass oft längere Zeit vergeht, bis die Diagnose gestellt wird. Andere Patient*innen dagegen entwickeln schnell stark ausgeprägte Symptome. CED verlaufen gewöhnlich schubförmig, können in wenigen Fällen aber auch chronisch aktiv sein, was nach 5 Jahren bei weniger als 5% der Patient*innen der Fall ist.

Typische Anzeichen einer CED

  • Mehrmals am Tag wässriger oder breiiger Durchfall über einen längeren Zeitraum (oft auch ohne Blut)
  • Krämpfe und/oder Schmerzen im Unterbauch, oft auf der rechten Seite, ähnlich wie bei einer Blinddarmentzündung
  • Leichtes Fieber
  • Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl
  • Blutungen aus dem Enddarm
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Beschwerden außerhalb des Magendarmtrakts (Gelenkentzündungen, knotige und entzündliche Hautveränderungen u.a.)
  • Beginn der Krankheit zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr
  • Krankheitsverlauf häufig in Schüben (Wechsel zwischen Verschlimmerungen und Verbesserungen)

Morbus Crohn kann auch zu Beschwerden außerhalb des Verdauungstraktes führen; der Arzt spricht in diesem Fall von einer „extraintestinalen Manifestation“. Dazu gehören Gelenkentzündungen, Aphten, knotige Hautrötungen (Erythema nodosum), wunde Stellen der Haut (Pyoderma gangraenosum), sowie Augen- oder Leberentzündungen.

CED-Check

Der Selbsttest wurde von der CED-Gruppe des AKH Wien und der österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie ÖGGH, Arbeitsgruppe CED in Zusammenarbeit mit UNIDATA GEODESIGN entwickelt.