CED-Nursing Factsheets

Infektionen: Patienten, die mit TNFα-Antagonisten behandelt werden, sind für schwere Infektionen anfälliger. Eine beeinträchtigte Lungenfunktion kann das Risiko für die Entwicklung von Infektionen erhöhen. Eine Behandlung mit Humira sollte bei Patienten mit aktiven Infektionen, einschließlich chronischer oder lokalisierter Infektionen, erst eingeleitet werden, wenn die Infektionen unter Kontrolle sind. Tuberkulose: Patienten müssen im Hinblick auf Infektionen, einschließlich Tuberkulose, vor, während und bis zu 4 Monate nach der Behandlung mit Humira engmaschig überwacht werden. Vor Beginn der Behandlung mit Humira müssen alle Patienten sowohl auf aktive als auch auf inaktive („latente“) Tuberkuloseinfektionen untersucht werden. Andere opportunistische Infektionen: Bei Patienten, die Anzeichen auf Symptome wie z.B. Fieber, Unwohlsein, Gewichtsverlust, Schweißausbrüche, Husten, Atemnot und/oder Lungeninfiltrate oder eine andere schwere systemische Erkrankung mit oder ohne gleichzeitigem Schock entwickeln, ist eine invasive Pilzinfektion zu befürchten. Die Verabreichung von Humira muss sofort unterbrochen und mit einem Arzt abgesprochen werden. Hepatitis-B-Reaktivierung: Patienten müssen vor Beginn der Therapie mit Humira auf eine HBV-Infektion untersucht werden. Neurologische Ereignisse: Die Verordnung von Humira sollte bei Patienten mit vorbestehenden oder beginnenden demyelinisierenden Erkrankungen des ZNS oder des peripheren Nervensystems vom verschreibenden Arzt sorgfältig abgewogen werden. Allergische Reaktionen: In klinischen Studien waren schwerwiegende allergische Reaktionen in Verbindung mit Humira selten. Maligne und lymphoproliferative Erkrankungen: Nach dem derzeitigen Kenntnisstand kann ein mögliches Risiko für die Entwicklung von Lymphomen, Leukämie und anderen malignen Erkrankungen bei Patienten, die mit TNFα-Antagonisten behandelt werden, nicht ausgeschlossen werden. Für weitere Informationen siehe Fachinformation. BESONDERE WARNHINWEISE/VORSICHTSMASSNAHMEN Frauen im gebärfähigen Alter sollten zur Vermeidung einer Schwangerschaft geeignete Empfängnisverhütungsmethoden in Erwägung ziehen und diese für mindestens 5 Monate nach der letzten Gabe von Humira fortführen. Schwangerschaft: Die Auswertung einer großen Anzahl (etwa 2.100) prospektiv erfasster Schwangerschaften mit Exposition gegenüber Humira und mit Lebendgeburten mit bekanntem Ausgang deutete nicht auf eine erhöhte Rate von Missbildungen bei Neugeborenen hin. Dennoch sollte Humira während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist (Details siehe Fachinformation). Stillzeit: Eingeschränkte Informationen aus der veröffentlichten Literatur lassen darauf schließen, dass Adalimumab in sehr geringer Konzentration in die Muttermilch übergeht. Es werden keine Auswirkungen auf die gestillten Neugeborenen/ Säuglinge erwartet. Folglich kann Humira während der Stillzeit angewendet werden (Details siehe Fachinformation). GEBÄRFÄHIGE FRAUEN/SCHWANGERSCHAFT/STILLZEIT Die Kombination von Humira mit Anakinra und Abatacept wird nicht empfohlen. Der Standardimpfschutz sollte unbedingt vor der Biologika-Therapie aufgefrischt werden. Totimpfstoffe (Hepatitis A/B, s.c. Typhus, HIB, Kinderlähmung, Keuchhusten, Meningokokken, Pneumokokken, Tollwut, Grippe, Cholera, FSME, Japanische Encephalitis) sind unter laufender Biologika-Therapie möglich und unbedenklich, ein Impferfolg kann allerdings abgeschwächt sein. Lebendimpfstoffe (Masern, Mumps, Windpocken, Typhus [oral], Röteln, Gelbfieber) sind kontraindiziert! WECHSELWIRKUNGEN Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Adalimumab oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels. Aktive Tuberkulose oder andere schwere Infektionen wie Sepsis und opportunistische Infektionen. Mäßige bis schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse III/IV). GEGENANZEIGEN *Alle Informationen beziehen sich auf die Fach- und Gebrauchsinformation von Humira® 04/2021 Humira wird subkutan angewendet und kann von den Patienten selbst verabreicht werden. ART DER ANWENDUNG

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