LEBER Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine seltene chronisch-entzündliche Erkrankung der intra- und extrahepatischen Gallenwege. Die Stauung der Gallenflüssigkeit führt zu einer Vernarbung der Gallengänge, die in einer Verhärtung und Schrumpfung der Leber enden kann (Leberzirrhose). Sie tritt häufiger bei Colitis Ulcerosa (schätzungsweise bei 3–5% der Betroffenen) als bei Morbus Crohn auf. Regelmäßige Kontrolle der Leberfunktionsparameter (LFP). Nach der Diagnose durch eine Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) regelmäßige Koloskopiekontrollen. Bei betroffenen Patienten besteht ein erhöhtes Risiko, einen Tumor der Gallenwege oder des Dickdarms zu entwickeln. KNOCHEN Osteoporose bezeichnet die Abnahme der Knochendichte. Es ist jedoch ungeklärt, ob die CED primär zu Osteoporose führt. Wahrscheinlich wird Osteoporose aber durch die Resorptionsstörung von Calcium und Vitamin D begünstigt. Osteoporose kann jedoch ebenso eine Nebenwirkung der Einnahme von Glukokortikoiden (Kortison) sein. Voraussetzung für eine Basisdiagnose ist eine Knochendichtemessung (Densitometrie). Bei Bedarf sollen regelmäßige Kontrollen stattfinden. Über die Substitution von Vitamin D und bei Bedarf von Calcium soll im medizinisch-pflegerischen Team entschieden werden. NIERE, GALLENBLASE Calcium-Oxalatsteine gehören zu den am häufigsten gefundenen Nierensteinen im Allgemeinen. Als Cholelithiasis bezeichnet man kleine, steinartig auskristallisierte und meist schlecht lösliche Gebilde, die sich aus der Gallenflüssigkeit verfestigt haben. Diätologische Empfehlungen können in Absprache mit einem/r Diätologen/in besprochen werden. Die Therapie einer Cholelithiasis ist in der Regel invasiv. PANKREAS Unter Pankreatitis versteht man eine entzündete Bauchspeicheldrüse. Sie tritt im Zusammenhang einer CED meist unerklärt und rezidivierend auf und hat eine meist milde Verlaufsform. Eine Behandlung der akuten Pankreatitis hängt von der Stärke der Attacke ab. Sie ist durch den Arzt zu entscheiden. Es soll der Ratschlag erteilt werden, auf ausschweifenden Alkoholkonsum und fettige Nahrung zu verzichten.
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